Keine Rede von Sommerferien: Rundherum wird fleissig gebaut. Der DVZO kooperiert in unterschiedlicher Art und Weise mit den Bauunternehmen:
Fahrleitungssanierung Hinwil-Bäretswil
Vom 20. August bis 28. September 2012 führt die Fahrleitungsbau-Firma Furrer & Frey jeweils von Montag bis Freitag tagsüber zwischen Hinwil und Bäretswil Revisionsarbeiten an der elektrischen Oberleitung aus. Anschliessend ist der betriebsfähige Weiterbestand dieser aus dem Jahr 1947 stammenden Anlage bis mindestens 2017 gesichert.
Während den laufenden Revisionsarbeiten ist die SBB-Güterstrecke Hinwil-Bäretswil für unsere Extrazüge nur Abends und am Wochenende befahrbar, hingegen wird die Linie für vertraglich bereits vereinbarte DVZO-Extrazüge auch tagsüber ausnahmsweise freigegeben. Während der genannten Periode sind andere Extrafahrten unter der Woche nur zwischen Bauma und Bäretswil möglich, mit Elektrotraktion auch auf der Tösstallinie.
Der DVZO unterstützt die Bauarbeiten, indem er den Bahnhof Bäretswil unentgeltlich als Logistikbasis zur Verfügung stellt. Im Gegenzug können wir ab Ende September die Stammstrecke wieder uneingeschränkt auch mit elektrischen Triebfahrzeugen nutzen. Die direkten Kosten der Sanierung werden vollständig von der SBB übernommen.
Totalumbau Bauma-Steg
Zwischen dem 09. und dem 26. Juli erfolgte auf knapp 2 km Gleislänge ab Bauma Richtung Steg ein Totalumbau mit Ersatz des Schotterbetts, der Schwellen und der Schienen. Für das Abstellen der mehreren 100 Meter Baufahrzeuge griff die verantwortliche Projektleitung gerne auf die nach wie vor umfangreichen Gleisanlagen des DVZO im Bahnhof Bauma zurück, entfiel doch damit das tägliche, umständliche Heran- und Abführen des gesamten Rollmaterials.
Anfang Juli verbrachte der DVZO einen Teil seines umfangreichen Dienstwagenparks nach Wald, und die historischen Personenwagen wurden auf ein einziges Gleis konzentriert. Das Dampfbahn-Perron verwandelte sich alsbald in ein täglich wechselndes Sammelsurium von Schotter-, Schienen- und Schwellenwagen sowie von diversen Gleisbaumaschinen und Dieselloks. Auch das Streckengleis Richtung Bäretswil diente als Abstellplatz; zeitweise reichte die Wagenschlange bis zum Bahnübergang Wolfsberg hinauf. Als Entschädigung durfte sich der DVZO am Occasionsmaterial bedienen. Die 600 Meter zusammengesammelten, für unsere Zwecke noch gut brauchbaren Schienen werden uns in den nächsten Jahren für die anstehenden Gleissanierungen auf der Stammstrecke nützlich sein. Den Partnern von SBB-Infrastruktur danken wir für die angenehme Zusammenarbeit ganz herzlich.
24.7.2012 16:19 [Jürg Hauswirth, Leiter Betrieb]