| 1947 | |
Am 11. Oktober findet unter Mitwirkung der Bevölkerung und 200 geladenen Gästen die Eröffnungsfeier der elektrifizierten Strecke Hinwil - Bauma statt. | |
| 1948 | |
In Bäretswil wird ein drittes Gleis gebaut. Damit ist die Anlage den SBB-Normalien angeglichen, und Kreuzungen zwischen zwei Zügen können auch dann speditiv vollzogen werden, wenn Güterwagen an der Rampe stehen. Nie verwirklicht wird jedoch der Plan, ein Stellwerk zu bauen und Richtung Hinwil und Bauma den Streckenblock einzurichten. Bis in die DVZO-Ära bleibt Bäretswil ein Bahnhof ohne Ausfahrsignale und mit ausschliesslich von Hand zu stellenden Weichen. | |
| 1949 | |
In Neuthal wird ein neues Haltestellengebäude er- richtet mit einer 4 1/2 Zimmer Wohnung, Wartesaal und einem zeitgemässen Schalterraum für Bahn und Post. | |
| 1966 | |
Die Oberländer Lokalpresse verkündet am 5. Juli: "Uerikon-Bauma-Reststrecke rentiert nicht mehr! Vorschlag auf Einführung eines Busbetriebs". | |
| 1967 | |
Auf den Fahrplanwechsel hin erweitert die SBB das Fahrangebot und gewährt eine Galgenfrist von 2 Jahren. Für den erweiterten Betrieb wird der legen- däre Jurapfeil RBe 2/4 eingesetzt. Mit der 29, 2 Promille Steigung hat der aber so seine Probleme... | |
| 1969 | |
Die Gnadenfrist verstreicht ohne dass sich eine markante Verbesserung abzeichnet. Am 31. Mai verlässt um 19.12 Uhr der letzte fahrplanmässige Zug Bauma. Der Personenverkehr auf der Strecke Hinwil - Bäretswil - Bauma wird nach einer Versuchsphase endgültig mit Autobussen abgewickelt; Güterzüge verkehren noch von Hinwil bis Bäretswil. Vier Monate vor der Stillegung ereignet sich oberhalb Bauma ein Erdrutsch, der die Neutrassierung auf ca. 60 Metern erfordert. Der VZO-Busbetrieb Wetzikon-Bauma bleibt dem günstigeren SBB-Tarif unterstellt und im amtlichen Kursbuch unter dem Teil "Bahnen" zu finden. | |
| 1973 | |
Der dem jungen DVZO wohlgesinnte Stationsvorstand Bauma ordnet einen Extra-Güterzug an, um die kurzfristig von Hinwil nach Bauma zu verschiebende Dampflok Ed3/4 2 auf dem kürzesten Weg in ihre neue Werkstatt zu bringen. Auf dem Hinweg zerstört der Baumer Stationstraktor einige dutzend Holzschindeln, die ein Anwohner auf dem seit Jahren unbenützten Gleis zum Trocknen ausgelegt hat. Rein formell wird der bisher bloss "versuchsweise" Autobusbetrieb Wetzikon-Bauma definitiv. Die SBB hebt darauf die Bedienung der Haltestelle Neuthal auf, womit auch die Poststelle verschwindet. | |
| 1978 | |
Für die Dampfzüge des DVZO wird die Strecke Bauma-Bäretswil reaktiviert. Die Zugsabfertigung in Bäretswil ist nach wie vor Sache des SBB-Stationsvorstands. | |
| 1979 | |
Der Dampfbetrieb wird bis nach Hinwil ausgedehnt. | |
| 1982 | |
Die SBB reduziert die Schalteröffnungszeiten in Bäretswil auf die Werktage. Immer öfter sind DVZO-Mitglieder für die eigene Zugsabfertigung tätig. | |
| 1983 | |
Unterhalb Bäretswil entsteht eine Anschlussweiche für das Kieswerk der FBB. Dies ist der einzige Betrieb im Kanton Zürich, der Altschotter von Gleisumbauten renigen darf - was einiges an Mehrverkehr einbringt. | |
| 1984 | |
Der Stückgutverkehr wird auf Zustellbetrieb per Camion ab Wetzikon umgestellt, der Güterschuppen Bäretswil mithin nutzlos. Es verbleiben Gütersendungen im Einzelwagenladungsverkehr. | |
| 1989 | |
Die Bahnhofanlage Hinwil wird S-Bahn-tauglich ausgebaut. Die Drehscheibe verschwindet, nicht aber das uralt-Stellwerk vom Typ Bruchsal H. | |
| 1990 | |
Mit der Einführung des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) zieht die SBB ihren Stationsvorstand in Bäretswil nach 43 Jahren ab und hebt die Schalterbedienung auf. Die meisten Güterzüge fahren ab Hinwil nur noch bis ins Kieswerk. Die SBB stellt beim Bahnhof einen Billettautomaten auf, und noch ein paar Jahre lang können Billette auch bei der Post gekauft werden. Die bisherige Bahntarifierung für die VZO-Buslinie weicht dem vom Verkehrsmittel unabhängigen ZVV-Zonentarif. | |
| 1999 | |
Der DVZO befährt seine Hausstrecke nicht mehr in Kooperation mit der SBB, sondern neu im freien Netzzugang. | |
| 2000 | |
Mit dem Verkauf der Strecke Bäretswil-Bauma an den DVZO endet auch im Bahnhof Bäretswil der planmässige Güterverkehr. Zuletzt waren hier jährlich nicht mehr als zehn Wagen abzufertigen. Die SBB-Züge gelangen endgültig nur noch bis ins Kieswerk. | |
| 2001 | |
Die meisten VZO-Busse der Linie Wetzikon-Bauma nehmen nicht mehr den Umweg zum Bahnhof Bäretswil, sondern fahren direkt durch die Hauptstrasse im Dorf. Der Bahnhof wird jetzt durch die Linie Wetzikon-Adetswil bedient. | |
| 2003 | |
Das ehemalige Stationsgebäude Ettenhausen-Emmetschloo wird durch die SBB an Private verkauft. | |
| 2008 | |
Die VZO-Busse der Linie Wetzikon-Adetswil halten nicht mehr vor dem Bahnhofgebäude, sondern beim Lettenparkplatz. Die SBB saniert zwischen Hinwil und Bäretswil die zahlreichen kritischen Niveauübergänge und sichert sie gesetzeskonform. Die zulässige Streckengeschwindigkeit wird von 55 auf 30 km/h reduziert, stellenweise gelten gar nur 20 km/h. | |
| 2009 | |
Mit dem Billettautomaten vor dem Bahnhofgebäude verschwindet der letzte aktive Zeuge für die ehemalige Präsenz der SBB in Bäretswil. |